Poläsen an Hux Mühle

18.09.2023

Der Schnadegang am 16. September 2023 führte von Wickede über Echthausen nach Wimbern. Auf dem Weg dorthin gab es zahlreiche Gelegenheiten, die Natur zu genießen.

Beim traditionellen Poläsen, zelebriert durch Britzemeister Knut Hornkamp kamen wieder ausgeählte Grenzgänger auf dem Schnadestein:

  • Mara Allhoff, sie ist unsere aktuelle Jungschützenkönigin und dem Volleyball sowie Schießsport in Echthausen eng verbunden.
  • Detlef Eickenbusch aus Echthausen ist sehr interessiert an der Geschichte unseres Ortes, er wahr jahrelang 1. Vorsitzender des TuS Echthausen.
  • Stefan Dittrich aus Wickede lebt seit den 80er Jahren in der Gemeinde und betreibt die Firma Parkraum Service GmbH in Echthausen.
  • Holger Schwarz aus Dortmund ist seit 2014 Vorstand der Volksbank Wickede, die in diesem Jahr mit der Volksbank Menden fusioniert ist.
  • Andreas Gilbert aus Wimbern ist Gründer der Firma GIWE Fensterbau die ebenfalls ansässig in Echthausen

Am Samstagmorgen trafen sich in Wickede die fünf Grenzgänger und zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, um gemeinsam über Echthausen nach Wimbern zu wandern. Vorher besichtigten sie das Feuerwehrgerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Wickede (Ruhr), das sich derzeit im Umbau befindet. In Wimbern angekommen, haben sie den Schnadestein bei Hux-Mühle besichtigt, der die Grenze zwischen Wickede und Voßwinkel markiert. Nach der Besichtigung des Schnadesteins sowie der "Britze-Zeremonie" haben sich die Grenzgänger noch zu einem gemeinsamen Mittagessen am Heilig Geist Kloster in Wimbern getroffen.

Was ist der Schnadegang?

Ursprünglich dienten die Schnadegänge dazu, Streitigkeiten zwischen Orten wegen Grenzverschiebungen zu schlichten.

Früher wurden Grenzmarkierungen durch natürliche Merkmale wie Waldschneisen, Bäche, Hecken oder Gräben festgelegt. Im 17. Jahrhundert wurden zusätzlich Bäume mit einem Kreuz gekennzeichnet. Später wurden Grenzsteine (Hutesteine) verwendet, die sich durch ihr Material von den natürlichen Steinen unterscheiden.

Die Schnadegänge dienten zunächst dazu, die Korrektheit der Grenzmarkierungen zu überprüfen und den neuen Bürgern den Verlauf der Grenzen zu vermitteln. Sie wurden dann alle ein oder zwei Jahre wiederholt und entwickelten sich mancherorts mit der Zeit zu Volksfesten mit bis zu mehreren 10.000 Besuchern.

In einigen Orten werden Schnadegänge genutzt, um Neubürger in die Gemeinde aufzunehmen. Dabei werden sie von den Schnadgängern über einen Grenzstein gehalten und ihr Hinterteil gegen den Stein gestoßen. Dieser Brauch soll den Neubürgern den Standort des Grenzsteins nachhaltig bewusst machen.

In einigen Städten wird der Gepoaläste dabei mit festgelegten Sprüchen oder Worten begrüßt.

Grenzgänger Schnadegang 2023
Grenzgänger Schnadegang 2023

v.l.n.r.: Holger Schwarz, Mara Allhoff, Stefan Dittrich, Knut Hornkamp, Dr. Martin Michalzik, Andreas Gilbert, Detlef Eickenbusch

Brizemeister Knut Hornkamp mit Jungschützenkönigin Mara Allhoff
Brizemeister Knut Hornkamp mit Jungschützenkönigin Mara Allhoff

Britzemeister Knut Hornkamp mit Jungschützenkönigin Mara Allhoff